Wie lässt sich die Geschichte eines Ortes so vermitteln, dass sie für die Menschen, die ihn heute nutzen, verständlich, zugänglich und erlebbar wird?
Für den Campus der HTW Berlin in Berlin-Oberschöneweide wurde die Geschichte des ehemaligen Industrieareals in den öffentlichen Raum integriert. Ziel war es, Studierenden und weiteren Mitwirkenden des Campus die Geschichte ihres Studien- und Arbeitsortes näherzubringen und historische Zusammenhänge unmittelbar vor Ort erfahrbar zu machen.
Dafür wurden historische Informationen und Materialien recherchiert, ausgewertet und für die Zielgruppe aufbereitet. Die Geschichte des Campus wurde in einzelne Informationspunkte übersetzt, die historische Hintergründe vermitteln und Spuren der Vergangenheit in der bestehenden Architektur sichtbar machen. Historische Abbildungen, ein Werbeplakat der ehemaligen Kabelfabrik, der Einblick in ein originales Büro sowie die Skizze eines auf dem Gelände produzierten N.A.G.-Automobils ergänzen die Informationen und machen unterschiedliche Aspekte der Geschichte anschaulich.
Ein zentrales Gestaltungselement bildet die Betonwand des Gebäudes D, die einen Überblick über die Entwicklung des Ortes gibt. Auch politische Ereignisse und ihr Einfluss auf die Industriegeschichte werden visualisiert. So entsteht ein Informationssystem, das Recherche, Inhaltsstrukturierung, Informationsgrafik und räumliche Kommunikation miteinander verbindet.








